Monatsarchiv für Februar 2009

 
 

Schwule Bibliothek | Neu erschienenMatthias Frings: Der letzte Kommunist – Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau

Der letzte KommunistLang erwartet, liegt jetzt bei Aufbau die Biografie Ronald M. Schernikaus vor, der mit der „Kleinstadtnovelle“ zumindest schwule und mit „Die Tage in L.“ und der „Legende“ deutsche Literaturgeschichte geschrieben hat.

Verlagsangabe: Im Sommer 1980 zieht Ronald M. Schernikau (1960-1991) nach Westberlin. Er ist eine Lichtgestalt der Literatur, Autor der provokanten „Kleinstadtnovelle“. Er stürzt sich ins Nachtleben, in die Welt der Cabarets, Saunen, Discos. Er trifft die Liebe seines Lebens. Unter seinen Freunden, die wie er die Welt erobern wollen, ist der junge Schauspieler Matthias Frings. Doch in einem Punkt unterscheidet sich Schernikau von den anderen: Er ist Kommunist. Zum Entsetzen seiner Freunde will er DDR-Bürger werden. Im Herbst 1989 erfüllt sich sein Lebenstraum. Doch wenige Wochen später fällt die Mauer. – Neben einer schillernden Biographie, in der Elfriede Jelinek, Thomas Hermanns, Marianne Rosenberg, Peter Hacks u. v. a. auftreten, gilt es einen Autor zu entdecken: „Einer der größten deutschen Schriftsteller der letzten Jahrzehnte.“ Dietmar Dath

Und schon im SchwuR ausleihbar.

Ach so, die Kleinstadtnovelle, die Tage in L. und die Legende natürlich auch.

Special Teddy Award 2009 für Joe Dallesandro

dallesandro Der diesjährige Special TEDDY Award wird an Joe Dallesandro verliehen, der in den 70er Jahren als Warhol Superstar zur sexuellen Ikone einer ganzen Generation wurde.  Filme von Andy Warhol, Paul Morrissey oder Serge Gainsbourgs „Je t´aime moi non plus“ (1975) machten Dallesandro legendär.

Der Leiter der Berlinale-Sektion Panorama und Vorsitzende des Vereins TEDDY e.V., Wieland Speck, dekretiert: „Dallesandro war zu der Zeit nicht nur der schönste Mann seiner medialen Generation, sondern bot seine erotische Anziehungskraft an und hat sich bewusst objektivieren lassen. Er hat eine physische Erscheinung, derer man nie müde wird zuzusehen. Das gilt für das bewegte Bild genau so wie für Fotos – und für Männer wie Frauen.“

Das SchwuR zeigt die Filme „Flesh“ und „Trash“ und „Heat“ am  20. April gegen 18 h im Anschluss an das Schwule Café.

Berlinale 2009

Das diesjährige schwule Programm der Berlinale:

„The Good American“: Porträt des Erfinders des Hustlaballs

„El nino pez“: dramatische lesbische Liebesgeschichte

„An Englishman in New York“: Spielfilm über Quentin Crisp

„Pedro“: Porträt über einen jungen Aids-Aktvisten

„Ghosted“: lesbischer Geisterfilm, spielt in Taiwan und Hamburg

„Der Knochenmann“: makaber-origineller Krimi

„Rückenwind“: Märchen oder wahres Abenteuer?

„Fig Trees“: Experimentalfilm über zwei Aids-Aktivisten

„Fucking different Tel Aviv“
: 12 Kurze über schwulen und lesbischen Sex

„Ander“: schwule Liebe auf dem Bauernhof

„City of Borders“: Szeneleben in Jerusalem

Quelle: Siegesäule

Ein Blog veröffentlicht die Siegessäule ab 05.02. ,  Extrasendungen zur Berlinale ab 07.02. mittags und um Mitternacht auf TIMM.