SchwuR on Tour | Robert Mapplethorpe

Die Schönheit des Eros

Eine Retrospektive im NRW-Forum Düsseldorf zeigt die gesamte Bandbreite des Fotografen Robert Mapplethorpe. Akt, Porträts, Stillleben – der "Chronist der Schwulenbewegung" ließ kaum ein Sujet ungenutzt.

Wir besichtigen die Ausstellung am Samstag, den 13. März 2010.

Abfahrt: 11.59 h, Bielefeld HBF Gleis 4, RE 6

Robert Mapplethorpe
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Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie

 

Programm

Fr 22.01. | Vortrag von Dr. Florian Mildenberger „Das Paradies der Angepaßten – oder was ist falsch an heutiger queerer Politik?
|18h|H8

Sa 23.01. | Vortrag von Marc Brandt „Antifa und Männlichkeit“
|16h|U2-205

Was ist überhaupt „Männlichkeit“? Was macht antifaschistische Politik aus und wieso ist sie an so vielen Punkten besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in antifaschistischer Politik Unterdrückungsverhältnisse? Die Gesprächs- und Entscheidungsstrukturen und die Ausrichtung antifaschistischer Politik gehören auf den antisexistischen Prüfstand. Unterdrückungsmechanismen schaffen sich aber nicht von selbst ab, nur weil sie vielfach in Diskussionen erkannt und benannt werden. Es geht also um die Entwicklung neuer Perspektiven und um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten.

 

Mo 25.01. | Vortrag von Dr. Beate Küpper & Prof. Andreas Zick „Sexismus und sexuelle Vorurteile – Facetten und Hintergründe in Deutschland und Europa“
|18h|H10

Der Vortrag erkundet die aktuellen Erscheinungsformen des Sexismus und so genannter sexueller Vorurteile (sexual prejudices). Der Sexismus wird dabei in seinen traditionellen und subtilen und modernen, weniger offensichtlichen Facetten beschrieben. Anhand von Ergebnissen aus Studien zeigt sich, dass der Sexismus ein wesentliches Element einer Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ist. Darüber hinaus wird aus einer eher sozialpsychologischen Perspektive gefragt, welche Ursachen dem Sexismus zugrunde liegen. Dabei spielen unseres Erachtens Dominanzorientierungen bei Männern und Frauen eine ganz wesentliche Rolle in modernen und traditionellen europäischen Gesellschaften.
Sexismus und sexuelle Vorurteile – wie die so genannt Homophobie – dienen der Legitimierung von Ungleichwertigkeiten insbesondere dann, wenn die Ungleichwertigkeit zentraler Bestandteil der Umwelt von Menschen ist. Der Sexismus reproduziert ständig Gesellschaft. Der Vortrag wird sowohl Ergebnisse aus der bekannten deutschen Umfrage "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" als auch erstmalig Ergebnisse aus einer europäischen Vergleichsstudie präsentieren. Letztere zeigt, dass auch und vor allem in Europa der Sexismus erstaunlich weit verbreitet ist und die Nicht-Thematisierung des Sexismus umso mehr erstaunen sollte.

Di 26.01. | Filmabend im SchwuR „The Revolution Is My Boyfriend (The Raspberry Reich)“
|20h|C1-180

Der Film von Bruce LaBruce spielt in Berlin und erzählt von einer Gruppe Terroristen, die an einer schwulen Revolution basteln. Als Protagonisten eines "Radical Chic" berufen sie sich dabei auf Vorbilder aus der RAF.

Mi 27.01. | Gender Trouble Party im AudiMin, Liveacts Stockholm & Billy Rubin, anschließend Queers and Guitar-DJ Team (The Ninette & Lucy Starlight)
 

Do 28.01. | Vortrag von Julia Bader „Heteronormativität aufbrechen: Mainstream – Queer Cinema – New Queer Cinema“
|18h|H8

Die Relevanz der Untersuchung von Inszenierungsstrategien nicht-heterosexueller Lebensentwürfe in Filmen begründet sich aus Perspektive der Cultural Studies in der Annahme der Spiegelung gesellschaftlicher Verhältnisse in den Medien. Aus heteronormativitätskritischer Perspektive werden im Vortrag Repräsentationen nicht-heterosexueller Lebensentwürfe im Hollywood Mainstream Kino, Queer Cinema und New Queer Cinema fokussiert und gegenübergestellt: Inwiefern werden heteronormative Strukturen, die gesellschaftlich verankert sind, bestätigt und gefestigt, inwiefern aufgebrochen und radikal in Frage gestellt?

Fr 29.01. | Vortrag von Stephan Mertens & Markus Biank „Mann, Mann, Mann… Aber wie? – Zur Konstruktion von Männlichkeiten in modernen Gesellschaften“
|16h|H10

Die Analyse der Konstruktion von Männlichkeiten soll im Mittelpunkt in dieser Veranstaltung sein. Anhand der Männlichkeitstheorie Robert Connells soll veranschaulicht werden, wie innerhalb sozialer Strukturen Männlichkeiten konstruiert werden. In einem 30 min Vortrag wird Stephan Mertens darüber referieren. Im Anschluss soll aber auch die Praxis nicht aus den Augen verloren werden. Das Projekt "Neue Wege für Jungs" wird durch Markus Biank vorgestellt. Im Fokus des Projekts stehen Jungs, die zum einen die Möglichkeit bekommen, Chancengleichheit und Rollenvielfalt gewinnbringend in ihr Leben zu integrieren, aber auch ihre Berufswahl, so dass sie Erfahrungen in Sozial- und Pflegebrufen bekommen. Des Weiteren sollen soziale Kompetenzen bei Jungen gefördert und verstärkt werden. Hier wird ein Einblick durch praktische Übungen geboten, so dass die TeilnehmerInnen an diesem Workshop einen engen Blick darauf werfen können.

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Vortrag | Das Paradies der Angepaßten

Was ist falsch an heutiger queerer Politik?

Vortrag von Florian Mildenberger, Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, und Mitherausgeber der Gigi, Zeitschrift für sexuelle Emanzipation

Freitag, 22.01.2010, 18 h, Hörsaal 8

Florian Mildenberger überprüft in seinem Vortrag den emanzipatorischen Gehalt insbesondere der deutschen Rezeption der queer theory und beleuchtet, welche – zu einem großen Teil selbst auferlegten – Anpassungsleistungen eine Strategie des Weges in die „gesellschaftliche Mitte“ der Schwulenbewegung abverlangt (hat).



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Lesung | Die Nacht aus Blei

Zum 50. Todestag von
Hans Henny Jahnn (1894 – 1959)

Hans Henny Jahnn

Lesung mit Johannes Setzer

Café Rojo, Oberntorwall 3
Freitag, 18.12.2009, 20:00h


1920 wurde Hans Henny Jahnn mit dem in der Weimarer Republik renommierten Kleist-Preis ausgezeichnet. Als Juror sprach er den Kleist-Preis 1928 einer unbekannten Frau Seghers für die Novelle Der Aufstand der Fischer von St. Barbara zu. Die Anerkennung festigte Anna Seghers’ Absicht, Schriftstellerin werden zu wollen. Als dem Hamburger Jahnn in den fünfziger Jahren das Wasser bis zum Halse stand, war Seghers eine stille Vermittlerin. Der vielseitige und tätige Schriftsteller bekam den Auftrag, die Orgel für den Rundfunksendesaal in der Ostberli­ner Nalepastraße zu bauen. Orgel und Saal sind ein Kulturdenkmal in Deutschland, das dem Land so wichtig ist wie das literarische Werk des Hans Henny Jahnn.

„An Jahnn ist viel gesündigt worden“, schrieb vor knapp zwei Jahrzehnten der österreichische Autor Josef Wink­ler. Der Satz gilt! Auch im Jahr des 105. Geburtstages und des 40.Todestages. An Jahnn wird weiter gesündigt. Suhrkamp könnte Einspruch erheben. Abermals wurde Jahnns Erzählung Die Nacht aus Blei in die respektable Bi­bliothek Suhrkamp aufgenommen. Das ist Bringeschuld. 1956 überließen die Frankfurter dem kleinen Hamburger Christian Wegner Verlag das Risiko der Veröffentlichung. Jahnn ist ein Risiko. Auch daran hat sich nichts geän­dert. Das weiß, wer mit dem Namen etwas anzufangen weiß. Wer im Stand der Unschuld ist, sollte zuerst die „Editorische Nachbemerkung“ des Buches lesen. Jahnn-Anfänger gibt es von Generation zu Generation. Sie zäh­len so wenig Legionen wie bekennende Homoerotiker und Homosexuelle. Die als separater Druck veröffentlichte Erzählung Die Nacht aus Blei ist Teil des Gesamtwerks des gebildeten und bildenden Ästheten Hans Henny Jahnn. Im Leben wie in der Literatur feierte er das Männlich-Jugendliche als Inbegriff des Schönen. Im Sinne Pla­tons pflegte er Meister-Schüler-Beziehungen als die untadligsten Beziehungen. Hans Henny Jahnn war ein Mensch der Tat, dem das Träumen kein simpler Trost war. Intensiver und inniger als im Leben hat er in seiner Li­teratur gelebt, wozu er im Leben nicht in der Lage war. Glücklich-glückloser Jahnn! Sich nicht mit den Massen gemein zu machen hieß nicht, ohne solidarischen Gemeinsinn zu sein. Sich nicht banalen Leserwünschen zu beu­gen bedeutete nicht, Literatur für eine Elite zu schreiben. Tatsache bleibt, daß Hans Henny Jahnn kein Mensch und Schriftsteller für die vielen war und ist.

Das Wieder-und-wieder-Lesen rückt Jahnn nicht näher an die Gegenwart. Hat sich der Schriftsteller an seiner lite­rarischen Zukunft versündigt, als er sich hinter die Visionen eines Kafka zurückzog? Ist Die Nacht aus Blei ein Paradebeispiel für das Vermögen und Unvermögen des Prosaisten? Da Jahnn mit dem gesonderten Druck einver­standen war, muß er auch mit dem Unverständnis der Leser gerechnet haben. – Wie so oft? – Wie die Erzählung le­sen? Als Vision der völligen Vereinzelung des Individuums, die darin gipfelt, das ein isoliertes Ich seinem jünge­ren, sterbenden Ich begegnet? Die an sich faszinierende Idee wird in einer unwirtlichen, unwirklichen Wirklich­keit derart ins Absurde gesteigert, daß man geneigt ist, Grundlosigkeit den Grund für die Geschichte zu nennen. Was zudem Veranlassung sein könnte, über Grund oder Grundlosigkeit des Lebens nachzudenken. Der Text läßt vielerlei Assoziationen zu. Zumindest so lange, solange nicht wahrgenommen wird, daß die Erzählung nichts an­deres schildert als den Alptraum eines jungen Mannes. Seine Geschichte ist Gegenstand des unvollendeten „ho­mosexuellen Liebesromans“ – was immer das ist! – „Jeden ereilt es.“ An dem Roman saß Jahnn, als er sein Brot mit dem Orgelbau in Ost-Berlin verdiente.

Aus einem Fragment gelöst, hat Die Nacht aus Blei etwas Fragmentarisches. Als eigenständige Erzählung gelesen, hat sie etwas Konstruiertes, das so schwer hinzunehmen und zu ertragen ist wie die gekünstelte Sprache. Nicht vergleichbar mit der Schlichtheit einer Anna Seghers, der Klarheit eines Georg Büchner, der Suggestivität eines Franz Kafka. Die Stationen, die Matthieu, jener Alpträumer, in einer finsteren, toten Stadt absolviert, sind Huren­haus, Spelunke, Kloake. Können Klischees kompletter gehäuft werden? Daß Matthieu Zwei ein Knabe ist, der aus der Kloake kam, wundert kaum mehr. „… entzünde ein Streichholz, bitte – damit wir einander wieder als etwas Wirkliches erkennen -“, verlangt der Ältere von dem Jüngeren, als sie in die Kanalisation hinabsteigen. Irgend­wann sehnt sich der Leser nach einem Lichtschimmer. Den garantiert der Schriftsteller – dann doch – immer wie­der mit Sätzen, die Freunde als Jahnn-Sätze schätzen. Sätze, die adoptiert wurden in der Literatur von Hubert Fichte bis Thomas Böhme. Sätze, die Allgemeingut wurden und den Verfasser anonymisierten. War’s das, was Jahnn für sich wollte? Vielzitiert ist: „Wir gehen durch die Straßen, bis unsere Liebe schlimm wird.“ Einer der leuchtenden Sätze aus Die Nacht aus Blei! Wie der: „Wir leisten Widerstand, weil wir uns selbst nicht kennen und den Nächsten noch weniger.“ Na bitte, wer sagt’s denn! Ist damit nicht alles über unsere Verhältnisse zu Hans Henny Jahnn gesagt? Wir leisten zuviel Widerstand, weil wir zu wenig kennen. Wir kennen zu wenig, weil sich zuviel widersetzt. Was nicht nur am Leser liegt. Nicht wahr, Hans Henny Jahnn?

Berliner LeseZeichen, Ausgabe 5/99 (c) Edition Luisenstadt, 1999

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Buchpräsentation | Chronik der Schwulen

Die Chronik der Schwulen

Die Chronik der Schwulen

Zum jüngsten Band: In Wort und viel Bild zeigt die Chronik der Neunziger ein Jahrzehnt der Promis und der schwulen Offensive: Schauspieler wie Richard Chamberlain bekennen sich, Hape Kerkeling wird lockerer, Patrick Lindner adoptiert ein Kind. Schwule Figuren erobern die Vorabendserien, Carsten Flöter heiratet sogar. Telefonsex und Pornoindustrie boomen, Poppers entspannt und beflügelt. Nebenbei wird § 175 gestrichen, der Kampf um die Homo-Ehe kommt in Fahrt. Erstmals können Hiv-Positive auf eine dauerhaft wirksame Kombi-Therapie hoffen. Dann gibt es noch großes Kino (Philadelphia, My private Idaho) und Romane wie Elvira auf Gran Canaria, Hollinghursts Schwimmbad-Bibliothek, Cunninghams Fünf Meilen vor Woodstock. Der bewegte Mann füllt die Kinokassen.

Eintritt frei!

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Regionalpolitisches Forum zum Konflikt der AIDS-Hilfe Bielefeld mit den AnwohnerInnen der Tierpension

Dienstag, den 8.12.2009 um 18.00 in der Uni im Raum C01 – 136

Die Aidshilfe Bielefeld betreibt die Tierpension Jöllenbeck, in dem langzeitarbeitlose Menschen mit HIV und ohne HIV in der Tierpflege beruflich qualifiziert werden, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Um dieses Projekt gibt es einen langfristigen Konflikt mit einigen Anwohner(innen), der in mehreren Brandanschlägen gipfelte. Beim letzten Brandanschlag brannte das frisch renovierte Gebäude der  Tierpension komplett aus. Im Regionalpolitischen Forum sollen mögliche Ursachen und Reaktionen dieses ‚sozialen Problems’ diskutiert werden.

Peter Struck (Geschäftsführer der Aidshilfe Bielefeld) wird zunächst  Genese und aktuellen Stand des Konfliktes aus der Sicht der Einrichtung beschreiben.

Im Anschluss wird Prof. Andreas Zick (IKG/ AG Sozialisation der Fakultät für Erziehungswissenschaft) Hinweise und Erklärungsansätze aus der Sicht der Vorurteils- und Diskriminierungsforschung zur Diskussion stellen..

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BEFAH Elterngruppe in OWL

Nächste Treffen:

Samstag, den 12.12.2009, 09.01.2010

jeweils um 15.30 Uhr
im Matthäus-Gemeindezentrum, Auf der Haar 64 in 33332 Gütersloh.

Kontakt: elterngruppe.GT@gmx.de

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Film | Pasolini: Das 1. Evangelium Matthäus

Di, 01. Dezember, 20.30 h

Filmhaus Bielefeld, August Bebel-Str. 94

Pasolini - Das 1. Evangelium Matthäus

Pasolini - Das 1. Evangelium Matthäus

Pier Paolo Pasolini, Italien 1964; 131 Min.; dt. Fassung
Mit Enrique Irazoqui, Margherita Caruso, Susanna Pasolini, Marcello Morante, Mario Socrate, Settimio Di Porto, Alfonso Gatto, Marcello Galdini, Giacomo Morante, Giorgio Agamben

Filmkritik

Eintritt frei!

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09.11.2009: Film | Coming Out

zum 20. Jahrestag der Uraufführung

DDR 1989 (DEFA)

Film von Heiner Carow mit Matthias Freihof, Dagmar Manzel, Dirk Kummer

SchwuR, 19 h

ZD YouTube FLV Player
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Film | Orlando

So, 22.11.,  20 h, AJZ-Kino, Heeper Str. 132

Film von Sally Potter nach dem Roman von Virgina Woolf, GB, F, I, NL, RU 1992,

mit Tilda Swinton, Quentin Crisp, Jimmy Somerville

Orlando

Orlando


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