mittwochsFilm im November | Xenia

Xenia


Griechenland, Frankreich, Belgien 2014, 124 Min., Regie: Panos H. Koutras, mit Kostas Nikouli, Nikos Gelia, Yannis Stankoglou, Marissa Triandafyllidou, Aggelos Papadimitriou, original mit deutschen Untertiteln (abweichend vom Trailer)

Mittwoch, 05.11.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €


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Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt der 16jährige Dany Kreta um zu seinem ältern Bruder Odysseas zu ziehen, der in Athen lebt. Als Söhne einer albanischen Mutter und eines kretischen Vaters, den sie nie kennengerlernt haben, sind die Beiden Fremde im eigen Land. Sie beschließen nach Tessaloniki zu gehen, ihren Vater zu suchen und ihn zu zwingen, sie anzuerkennen. In Tessaloniki findet zu selben Zeit die Auswahl für die Kultshow “Greek Star” statt und Dany träumt davon, sein Bruder, ein talentierter Sänger, könnte der neue Star der Show werden – in einem Land, das sie ablehnt.

Trailer for Xenia on TrailerAddict.

Internationales Filmfest Hamburg – Offizieller Beitrag
Offizielle Auswahl – 67. CANNES Filmfestival „Un Certain Regard”
39. TORONTO Int. Filmfestival – Offizieller Beitrag
18. Queer Lisboa 18 – Int. Queer Filmfestival Lissabon – WETTBEWERB
29. Unabhängiges FilmFest Osnabrück – Gewinner Publikumspreis

From Russia with q u e e r Love

Dienstag, 28. Oktober, 19 – 21 h

VHS Bielefeld, Murnausaal

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Am Dienstag, dem 28. Oktober 2014 veranstalten das Lesben- und Schwulenreferat der Fachhochschule und das Schwulenreferat der Universität, sowie die AIDS-Hilfe Bielefeld gemeinsam einen Diskussionsabend in Kooperation mit der Volkshochschule der Stadt, die den Titel „From Russia with queer Love“ trägt.

Im letzten Jahr hat das russische Parlament gleich mehrere Gesetze beschlossen, die die Men-schenrechte von Homo- und Bisexuellen massiv einschränken. Seitdem erreichen die Öffentlichkeit immer wieder Bilder von russischen Bürger_innen, denen Symbole wie die Regenbogenflagge von Polizist_innen auf offener Straße entrissen oder die verhaftet werden, weil sie sich in der Öffentlichkeit etwa geküsst haben. Oft macht das Gesehene sprachlos und lässt ein Gefühl der Hilflosigkeit zurück.

Die Veranstaltung „From Russia with queer Love” will die gegenwärtigen Lebensumstände von Schwulen und Lesben in Russland thematisieren. Dabei soll nicht über die unter den anti-homosexuellen Gesetzen lebenden Personen gesprochen werden, sondern mit ihnen. Um dies zu ermöglichen, hat das oben genannte Bündnis zwei LGBT- Aktivisten aus Russland einge-laden: Den Gay-Pride-Moskau Mitbegründer Nikolai Baev, sowie Evgeny Pisemsky, der bei Phönix Plus, einem Beratungsprojekt für LGBT´s und Menschen mit HIV und AIDS, aktiv ist, eingeladen.

Konkrete Fragestellungen, zu denen die beiden Auskunft geben, sollen u.a. sein: Welche kon-kreten Auswirkungen die sog. „Homo-Propagandagesetze“ im Alltag von LGBT´s haben, wie die Bevölkerung zu diesen steht, welche unterschiedlichen Meinungen und Einstellungen in der russischen LGBT-Community dazu vertreten sind, ob es die Möglichkeit der Unterstüt-zung aus dem Ausland gibt und welche Hilfe vielleicht von dieser Seite auch eher kontrapro-duktiv ist. Außerdem sollen Fragen nach HIV und AIDS, was Prävention, Verbreitung, Dis-kriminierung und Strafbarkeit betrifft, angesprochen werden. Der Abend bietet sowohl die Möglichkeit zum Zuhören, als auch in Dialog zu treten.

Beginn ist um 19:00 Uhr in der Volkshochschule Bielefeld (Murnausaal Saal). Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Mit Unterstützung von:

  • Schwules Netzwerk NRW
  • Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Kampagne Anders & Gleich

mittwochsFilm im Oktober | Ich bin das Glück dieser Erde

Mexiko 2013, Regie: Julián Hernández, mit Hugo Catalán, Alan Ramírez, Andrea Portal, Gabino Rodríguez, Emilio von Sternerfels, Iván Álvarez, Gloria Contreras

Mittwoch, 01.10.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

 

Sex, Verlangen, Verrat und Bindungsängste treiben Emiliano rastlos durchs Leben. Doch ein Augenblick verändert seine Unruhe: die Begegnung mit dem Tänzer Octavio.

Die beiden Männer verbindet sofort eine magnetische Anziehung sowie die Lust, die sie in der Anwesenheit des anderen fühlen. Doch als Emiliano zu spüren beginnt, dass diese Beziehung anders verlaufen könnte, als all die endlosen Affären zuvor, tritt er wie gewohnt den Rückzug an. So beginnt ein erotischer Reigen mit einer Vielfalt von Geschlechtern, Positionen und momentanen Glücksgefühlen. Sagenhafte Tanzsequenzen bilden den roten Faden. Und wie im Tanz verändert sich die Perspektive des Zuschauers fließend. Als der Stricher Jazen in das Leben Emilianos tritt, plagt diesen die Frage, was er wirklich für Octavio fühlt…

Der neueste Film des zweifachen Teddy-Gewinners Julián Hernández (BROKEN SKY, MIL NUBES, RAGING SUN, RAGING SKY) spinnt erneut ein träumerisches Garn voll Erotik und ungewöhnlicher Bilder.

Ich bin das Glück dieser Erde – Offizieller deutscher Trailer (HD)

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CSD Bielefeld 2014 | Lange Filmnacht 16. Juli

Filme zur Geschichte der Bielefelder Schwulenbewegung

CSD 2014


Der CSD-Bielefeld 2014 steht ganz im Zeichen der Geschichte. Die Stadt Bielefeld feiert ihr 800-jähriges Bestehen und der Bielefelder CSD sein 20-jähriges Jubiläum. 1994 organisierte die schwul-lesbische Aktionsgruppe den 1. CSD in Bielefeld unter dem Motto „Lesben und Schwule gegen heterosexuelle Dominanz“.

Die Wahrnehmung und Akzeptanz von Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, poly oder asexuell leben, sind seit den öffentlichen Auseinandersetzungen in den 1970er Jahren einem ständigen Wandel unterworfen. Zunächst stießen Lebensentwürfe, die quer (bzw.„queer“) zu heteronormativen Formen angesiedelt waren, überwiegend auf Skepsis und Ablehnung. Mittlerweile lässt sich zwar einerseits eine Entwicklung hin zu einem toleranteren Miteinander feststellen,   aktuelle Studien weisen jedoch darauf hin, dass immer noch rund 30 % der Bevölkerung Menschen, die lesbisch, schwul oder bisexuell leben, ablehnen.  So wehren sich konservative Kreise beispielsweise massiv dagegen, die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Bildungsplan für Schulen zu verankern.

Der CSD 2014 in Bielefeld setzt sich mit der Geschichte lesbischer, schwuler und queerer Emanzipation auseinander, kämpft für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und wehrt sich gegen Homo-und Transphobie.

In der langen schwulen Filmnacht zeigen das Autonome Schwulenreferat der Uni Bielefeld und die AIDS-Hilfe Bielefeld im Filmhaus 3 Dokumentarfilme über die Aktivitäten und das politische Selbstverständnis der Bielefelder Schwulenbewegung in den 1970-er und 1980-er Jahren.

  • Schauplatz Gerichtstraße – Schwulengruppe Bielefeld” (WDR 1978)
  • Der Fall (der) Beethovenhalle” (1991)
  • Detlef – 60 Jahre schwul” Dokumentarfilm über den Bielefelder Detlef Stoffel von Stefan Westerwelle und Jan Rothstein (D 2012)

Veranstalter_innen: AIDS-Hilfe Bielefeld e.V., Autonomes Schwulenreferat der Universität Bielefeld (SchwuR)

Mittwoch, 16. Juli, 20 Uhr, Filmhaus, Bielefeld

mittwochsFilm im Juli | Tunten lügen nicht

Deutschland 2001,  90 Min., Regie: Rosa von Praunheim, mit Ichgola Androgyn, Bev StroganoV, Tima der Göttlichen und Ovo Maltine

Mittwoch, 02.07.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

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In dem Dokumentarfilm Tunten lügen nicht erzählen vier mutwillige Tunten (Ichgola Androgyn, Bev StroganoV, Tima die Göttliche und Ovo Maltine), die sich Mitte der 80er Jahre in Westberlin trafen, ihr Leben. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht nur Showtunten sind, sondern sich auch politisch für Aids-Aufklärung, Aktionen gegen Gewalt gegen Schwule, Hurenbewegung, Kampf gegen Rechtsradikalismus und Rassismus einsetzen. Gemeinsam entwickelten sie ihre Shows, politischen Aktionen und Medienauftritte. Tunte zu sein bedeutet für alle mehr als Frauenkleider zu tragen und Strass zu horten. Alle vier arbeiten, streiten und lieben immer wieder gemeinsam, denn sie verstehen sich als Familie. Drei von Ihnen sind HIV positiv und engagieren sich seither im Kampf fürs Leben. Der Film über diese eigenwilligen Tunten zeigt einen wichtigen Teil der Berliner Kultur. Ihre Biographien sind so bunt wie ein Paillettenkleid, das durch den roten Faden ihres Tuntendaseins, ihrer gemeinsamen Shows und politischen Aktionen zusammengehalten wird.

Bondage Workshop | Di. 24.06.2014, 18 h

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19. Schwule Filmtage Bielefeld 2014

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05. bis 11. Juni 2014 im Lichtwerk Kino im Ravensberger Park

Psychoanalyse queer gelesen

Vortrag von Dr. Sebastian Winter

„Wie hat das denn angefangen mit Deinem Schwulsein?“ Diese oftmals nervtötende Frage nach Herkunft und Entstehung ihrer sexuellen „Identität“ kennen viele Menschen nur zu gut. Auf die  Gegenfrage  „Wie bist Du eigentlich heterosexuell geworden?“ ist die Irritation meist groß. Heterosexualität wird  als etwas Normales, Gegebenes, biologisch Verankertes und damit nicht zu Hinterfragendes, Homosexualität hingegen als das Abweichende, Entstandene, Künstliche, Erklärungsbedürftige gesehen.

Dr. Sebastian Winter (Universität Bielefeld) lehrt und forscht im Bereich der  Gender- und Queerstudies sowie der psychoanalytischen Sozialpsychologie. In seinem Vortrag wird er Überlegungen dazu vorstellen, wie die Entstehung von sexuellem Begehren erklärbar ist. Dabei interessiert ihn unter anderem: Gibt es einen Sexualtrieb? Ist dessen Ausrichtung biologisch festgelegt?  Wie bestimmt die (heteronormative) Gesellschaft die Wahrnehmung unserer sexuellen leiblichen Empfindungen? Liegt im Unbewussten vielleicht ein breiteres sexuelles Spektrum verborgen, als uns bewusst zugänglich ist? Welche Auswirkungen hat dessen stetige Abwehr auf unsere (Zusammen-)Leben?

In der anschließenden Diskussion kann zudem die Frage diskutiert werden, was diese Erkenntnisse für die unterschiedlichen sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, an die sich der Vortrag richtet (u.a. Soziale Arbeit, Pädagogik/ der Kindheit, Soziologie, Psychologie) sowie für unseren Alltag und das politische Handeln bedeutet.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch dem, 14. Mai 2914 um 20 h (s.t.!) in der Fachhochschule Bielefeld (Kurt-Schumacher- Str. 6, 33615 Bielefeld, Gebäude D) im Raum 207 D statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!

Eine Veranstaltung des Lesben- und Schwulenreferates im AStA der FH Bielefeld

mittwochsFilm im Mai | Albert Nobbs

USA 2011,  109 Min., Regie: Rodrigo García, mit Glenn Close, Janet McTeer, Mia Wasikowska, Verleih: Salzgeber

Mittwoch, 07.05.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

 

Irland im 19. Jahrhundert: Das Hotel Morrison’s ist eine der exklusivsten Adressen in Dublin. Hier arbeitet der Butler Albert Nobbs (Glenn Close). Jeder schätzt den stillen Kollegen, der seine Arbeit perfekt erledigt und auch bei den Gästen gern gesehen ist. Keiner ahnt, dass Albert in Wahrheit eine Frau ist, die sich als Mann verkleidet. Dieses Rollenspiel ist für Albert die einzige Chance, in einer Gesellschaft Anerkennung und gute Arbeit zu finden, deren starre Sitten alleinstehenden Frauen ein freies Leben verbieten.

Eines Tages steigt der Handwerker Hubert Page (Janet McTeer) im Hotel ab und Albert spürt zum ersten Mal die Möglichkeit, sich zu offenbaren. Die Sehnsucht nach einem Leben ohne Selbstverleugnung steigt in ihr auf. Beflügelt wird diese auch durch das schöne Hausmädchen Helen (Mia Wasikowska), in das sich Albert verliebt. Albert stellt das durch Lügen und Kostüme aufgebaute Leben immer mehr in Frage. Doch kann sich die Frau hinter dem Butler befreien?

Das aufwendig inszenierte Period Pic ist das Herzensprojekt der Schauspielerin Glenn Close, die die Kurzgeschichte von George Moore für die Leinwand adaptieren wollte, seit sie die Rolle des Albert Nobbs zu Beginn der 1980er Jahre auf einer Theaterbühne verkörperte. Close produzierte, arbeitete am Drehbuch und schrieb sogar den Songtext für ALBERT NOBBS, den Regisseur Rodrigo García (Gefühle die man sieht) elegant und mithilfe des Kameramanns Michael McDonough (Winter’s Bone) visuell pointiert zum einen Kinoereignis machte. Bis in die kleinsten Nebenrollen prominent besetzt (Mia Wasikowska, Aaron Taylor-Johnson, Janet McTeer, Jonathan Rhys-Meyers und Brenda Fricker), erhielt ALBERT NOBBS neben diversen Auszeichnungen drei Oscar-Nominierungen, u.a. für Glenn Close als Beste Hauptdarstellerin und Janet McTeer als Beste Neebndarstellerin. Die „Variety“ schrieb begeistert von der „krönenden Rolle für die Karriere von Glenn Close“.

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mittwochsFilm im April | La Partida

(Das letzte Spiel)

Kuba 2012. 94 Min., Regie: Antonio Hens, mit Milton Garía, Reinier Díaz, Jenifer Rodríguez, Luis Alberto Garía, Verleih: Salzgeber

Mittwoch, 02.04.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

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Am Malecón, der berühmten Ufermauer von Havanna, sitzen nach Sonnenuntergang die Jungs und warten auf ihre Freier. Unter ihnen Reinier, ein begabter Fussballer, der davon träumt, entdeckt zu werden und das Land zu verlassen. Seine Frau und seine Schwiegermutter wissen von seinem Nebenverdienst und drängen ihn zu einer Heirat mit einem reichen Spanier. Doch Reinier lernt eines Nachts Yosvani kennen, einen Jungen, ebenso arm wie er, von seiner Freundin und seinem Vater unter Druck gesetzt. Erst zaghaft, dann leidenschaftlich verlieben sich die beiden ineinander. Sie wissen, dass sie nur zusammen eine Chance haben und unternehmen einen riskanten Versuch, ein neues Leben anzufangen.