mittwochsFilm im August

Wegen der Sommerferien entfällt der mittwochsFilm im August!

Am 3. September setzen wir die Reihe fort mit:

Ich bin das Glück dieser Erde

Mexiko 2013, Regie: Julián Hernández

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CSD Bielefeld 2014 | Lange Filmnacht 16. Juli

Filme zur Geschichte der Bielefelder Schwulenbewegung

CSD 2014


Der CSD-Bielefeld 2014 steht ganz im Zeichen der Geschichte. Die Stadt Bielefeld feiert ihr 800-jähriges Bestehen und der Bielefelder CSD sein 20-jähriges Jubiläum. 1994 organisierte die schwul-lesbische Aktionsgruppe den 1. CSD in Bielefeld unter dem Motto „Lesben und Schwule gegen heterosexuelle Dominanz“.

Die Wahrnehmung und Akzeptanz von Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, poly oder asexuell leben, sind seit den öffentlichen Auseinandersetzungen in den 1970er Jahren einem ständigen Wandel unterworfen. Zunächst stießen Lebensentwürfe, die quer (bzw.„queer“) zu heteronormativen Formen angesiedelt waren, überwiegend auf Skepsis und Ablehnung. Mittlerweile lässt sich zwar einerseits eine Entwicklung hin zu einem toleranteren Miteinander feststellen,   aktuelle Studien weisen jedoch darauf hin, dass immer noch rund 30 % der Bevölkerung Menschen, die lesbisch, schwul oder bisexuell leben, ablehnen.  So wehren sich konservative Kreise beispielsweise massiv dagegen, die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Bildungsplan für Schulen zu verankern.

Der CSD 2014 in Bielefeld setzt sich mit der Geschichte lesbischer, schwuler und queerer Emanzipation auseinander, kämpft für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und wehrt sich gegen Homo-und Transphobie.

In der langen schwulen Filmnacht zeigen das Autonome Schwulenreferat der Uni Bielefeld und die AIDS-Hilfe Bielefeld im Filmhaus 3 Dokumentarfilme über die Aktivitäten und das politische Selbstverständnis der Bielefelder Schwulenbewegung in den 1970-er und 1980-er Jahren.

  • Schauplatz Gerichtstraße – Schwulengruppe Bielefeld” (WDR 1978)
  • Der Fall (der) Beethovenhalle” (1991)
  • Detlef – 60 Jahre schwul” Dokumentarfilm über den Bielefelder Detlef Stoffel von Stefan Westerwelle und Jan Rothstein (D 2012)

Veranstalter_innen: AIDS-Hilfe Bielefeld e.V., Autonomes Schwulenreferat der Universität Bielefeld (SchwuR)

Mittwoch, 16. Juli, 20 Uhr, Filmhaus, Bielefeld

mittwochsFilm im Juli | Tunten lügen nicht

Deutschland 2001,  90 Min., Regie: Rosa von Praunheim, mit Ichgola Androgyn, Bev StroganoV, Tima der Göttlichen und Ovo Maltine

Mittwoch, 02.07.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

tunten

In dem Dokumentarfilm Tunten lügen nicht erzählen vier mutwillige Tunten (Ichgola Androgyn, Bev StroganoV, Tima die Göttliche und Ovo Maltine), die sich Mitte der 80er Jahre in Westberlin trafen, ihr Leben. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht nur Showtunten sind, sondern sich auch politisch für Aids-Aufklärung, Aktionen gegen Gewalt gegen Schwule, Hurenbewegung, Kampf gegen Rechtsradikalismus und Rassismus einsetzen. Gemeinsam entwickelten sie ihre Shows, politischen Aktionen und Medienauftritte. Tunte zu sein bedeutet für alle mehr als Frauenkleider zu tragen und Strass zu horten. Alle vier arbeiten, streiten und lieben immer wieder gemeinsam, denn sie verstehen sich als Familie. Drei von Ihnen sind HIV positiv und engagieren sich seither im Kampf fürs Leben. Der Film über diese eigenwilligen Tunten zeigt einen wichtigen Teil der Berliner Kultur. Ihre Biographien sind so bunt wie ein Paillettenkleid, das durch den roten Faden ihres Tuntendaseins, ihrer gemeinsamen Shows und politischen Aktionen zusammengehalten wird.

Bondage Workshop | Di. 24.06.2014, 18 h

BONDAGE

19. Schwule Filmtage Bielefeld 2014

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05. bis 11. Juni 2014 im Lichtwerk Kino im Ravensberger Park

Psychoanalyse queer gelesen

Vortrag von Dr. Sebastian Winter

„Wie hat das denn angefangen mit Deinem Schwulsein?“ Diese oftmals nervtötende Frage nach Herkunft und Entstehung ihrer sexuellen „Identität“ kennen viele Menschen nur zu gut. Auf die  Gegenfrage  „Wie bist Du eigentlich heterosexuell geworden?“ ist die Irritation meist groß. Heterosexualität wird  als etwas Normales, Gegebenes, biologisch Verankertes und damit nicht zu Hinterfragendes, Homosexualität hingegen als das Abweichende, Entstandene, Künstliche, Erklärungsbedürftige gesehen.

Dr. Sebastian Winter (Universität Bielefeld) lehrt und forscht im Bereich der  Gender- und Queerstudies sowie der psychoanalytischen Sozialpsychologie. In seinem Vortrag wird er Überlegungen dazu vorstellen, wie die Entstehung von sexuellem Begehren erklärbar ist. Dabei interessiert ihn unter anderem: Gibt es einen Sexualtrieb? Ist dessen Ausrichtung biologisch festgelegt?  Wie bestimmt die (heteronormative) Gesellschaft die Wahrnehmung unserer sexuellen leiblichen Empfindungen? Liegt im Unbewussten vielleicht ein breiteres sexuelles Spektrum verborgen, als uns bewusst zugänglich ist? Welche Auswirkungen hat dessen stetige Abwehr auf unsere (Zusammen-)Leben?

In der anschließenden Diskussion kann zudem die Frage diskutiert werden, was diese Erkenntnisse für die unterschiedlichen sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, an die sich der Vortrag richtet (u.a. Soziale Arbeit, Pädagogik/ der Kindheit, Soziologie, Psychologie) sowie für unseren Alltag und das politische Handeln bedeutet.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch dem, 14. Mai 2914 um 20 h (s.t.!) in der Fachhochschule Bielefeld (Kurt-Schumacher- Str. 6, 33615 Bielefeld, Gebäude D) im Raum 207 D statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!

Eine Veranstaltung des Lesben- und Schwulenreferates im AStA der FH Bielefeld

mittwochsFilm im Mai | Albert Nobbs

USA 2011,  109 Min., Regie: Rodrigo García, mit Glenn Close, Janet McTeer, Mia Wasikowska, Verleih: Salzgeber

Mittwoch, 07.05.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

 

Irland im 19. Jahrhundert: Das Hotel Morrison’s ist eine der exklusivsten Adressen in Dublin. Hier arbeitet der Butler Albert Nobbs (Glenn Close). Jeder schätzt den stillen Kollegen, der seine Arbeit perfekt erledigt und auch bei den Gästen gern gesehen ist. Keiner ahnt, dass Albert in Wahrheit eine Frau ist, die sich als Mann verkleidet. Dieses Rollenspiel ist für Albert die einzige Chance, in einer Gesellschaft Anerkennung und gute Arbeit zu finden, deren starre Sitten alleinstehenden Frauen ein freies Leben verbieten.

Eines Tages steigt der Handwerker Hubert Page (Janet McTeer) im Hotel ab und Albert spürt zum ersten Mal die Möglichkeit, sich zu offenbaren. Die Sehnsucht nach einem Leben ohne Selbstverleugnung steigt in ihr auf. Beflügelt wird diese auch durch das schöne Hausmädchen Helen (Mia Wasikowska), in das sich Albert verliebt. Albert stellt das durch Lügen und Kostüme aufgebaute Leben immer mehr in Frage. Doch kann sich die Frau hinter dem Butler befreien?

Das aufwendig inszenierte Period Pic ist das Herzensprojekt der Schauspielerin Glenn Close, die die Kurzgeschichte von George Moore für die Leinwand adaptieren wollte, seit sie die Rolle des Albert Nobbs zu Beginn der 1980er Jahre auf einer Theaterbühne verkörperte. Close produzierte, arbeitete am Drehbuch und schrieb sogar den Songtext für ALBERT NOBBS, den Regisseur Rodrigo García (Gefühle die man sieht) elegant und mithilfe des Kameramanns Michael McDonough (Winter’s Bone) visuell pointiert zum einen Kinoereignis machte. Bis in die kleinsten Nebenrollen prominent besetzt (Mia Wasikowska, Aaron Taylor-Johnson, Janet McTeer, Jonathan Rhys-Meyers und Brenda Fricker), erhielt ALBERT NOBBS neben diversen Auszeichnungen drei Oscar-Nominierungen, u.a. für Glenn Close als Beste Hauptdarstellerin und Janet McTeer als Beste Neebndarstellerin. Die „Variety“ schrieb begeistert von der „krönenden Rolle für die Karriere von Glenn Close“.

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mittwochsFilm im April | La Partida

(Das letzte Spiel)

Kuba 2012. 94 Min., Regie: Antonio Hens, mit Milton Garía, Reinier Díaz, Jenifer Rodríguez, Luis Alberto Garía, Verleih: Salzgeber

Mittwoch, 02.04.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

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Am Malecón, der berühmten Ufermauer von Havanna, sitzen nach Sonnenuntergang die Jungs und warten auf ihre Freier. Unter ihnen Reinier, ein begabter Fussballer, der davon träumt, entdeckt zu werden und das Land zu verlassen. Seine Frau und seine Schwiegermutter wissen von seinem Nebenverdienst und drängen ihn zu einer Heirat mit einem reichen Spanier. Doch Reinier lernt eines Nachts Yosvani kennen, einen Jungen, ebenso arm wie er, von seiner Freundin und seinem Vater unter Druck gesetzt. Erst zaghaft, dann leidenschaftlich verlieben sich die beiden ineinander. Sie wissen, dass sie nur zusammen eine Chance haben und unternehmen einen riskanten Versuch, ein neues Leben anzufangen.

mittwochsFilm im März | Hawaii

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Argentinien 2013. 102 Min., Regie: Marco Berger, mit Manuel Vignau, Mateo Chiarino, Luz Palazón, Manuel Martinez Sobrado, Antonia De Michelis, Verleih: Pro-Fun

Mittwoch, 05.03.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

Der neue Film von TEDDY-Preisträger Marco Berger (Ausente, Plan B, Sexual Tension).

Während eines langen, heißen Sommers in der argentinischen Provinz treffen sich zwei ehemalige Freunde aus Kindheitstagen wieder. Schnell entwickelt der angehende Autor Eugenio (Manuel Vignau, ”Plan B”) ein verstohlenes Interesse an dem sich nach Buenos Aires durchschlagenden, ehemaligen Spielgefährten Martín (großartig: Mateo Chiarino).

In den darauf folgenden Tagen und Nächten beginnt ein Spiel um Macht und Begierde. Gleich einem Tanz in sexuell durchtränkter Atmosphäre auf der Suche nach Freundschaft, nach Liebe. Einer von ihnen hat alles im Leben und nichts zu verlieren, und der Andere könnte das Einzige verlieren, was er je hatte.

Marco Berger ist ein Meister aufgestauter Wünsche und Sehnsüchte männlicher Obsessionen, die in seiner wunderbaren, tief berührenden, fast schon unerträglich gefühlvollen Liebesgeschichte ”Hawaii” ihren ultimativen Höhepunkt finden.

mittwochsFilm im Februar | Der Fremde am See

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Frankreich 2013. 97 Min., Regie: Pierre Deladonchamps, mit Pierre Deladonchamps, Christophe Palou, Patrick d’Assumçao, Jérôme Chappatte

Mittwoch, 05.02.2014, 20 h
Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94
StadtBahn Rathaus, August-Schroeder-Str.
Eintritt: 5,00 €

Hochsommer in Frankreich. Sonne, Wind, das Rauschen der Bäume, ein idyllisch abgelegener türkisgrüner See mit angrenzendem Waldstück. Der gutaussehende Franck kommt fast täglich an den beliebten Cruising Spot. Die Tage, Nachmittage und Abende vergehen zwischen Schwimmen, Gesprächen, gepflegter Langeweile und Sex. Sommer eben.

Franck trifft Henri den kauzigen Sonderling, der immer etwas abseits sitzt und so gar nicht zum schwulen Treiben des Strandes passen will, und er trifft den attraktiven Michel: Franck ist von der ersten Sekunde elektrisiert. Doch Michel ist nicht nur charismatisch, sondern auch äußert gefährlich – Franck weiß das, doch er will seine Leidenschaft um jeden Preis ausleben.

DER FREMDE AM SEE ist ein gleichsam poetischer, erotisch-expliziter und spannungsgeladener Film. Regisseur Alain Guiraudie (Der Ausreißer), der den sommerlichen Cruising-Kosmos mit einer wunderbaren filmischen Beiläufigkeit inszeniert, wurde in Cannes mit dem Preis für die Beste Regie in der Reihe Un Certain Regard und mit der Queer Palme des Festivals ausgezeichnet.

DER FREMDE AM SEE Trailer deutsch