Monatsarchiv für Juli 2014

 
 

CSD Bielefeld 2014 | Lange Filmnacht 16. Juli

Filme zur Geschichte der Bielefelder Schwulenbewegung

CSD 2014


Der CSD-Bielefeld 2014 steht ganz im Zeichen der Geschichte. Die Stadt Bielefeld feiert ihr 800-jähriges Bestehen und der Bielefelder CSD sein 20-jähriges Jubiläum. 1994 organisierte die schwul-lesbische Aktionsgruppe den 1. CSD in Bielefeld unter dem Motto „Lesben und Schwule gegen heterosexuelle Dominanz“.

Die Wahrnehmung und Akzeptanz von Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, poly oder asexuell leben, sind seit den öffentlichen Auseinandersetzungen in den 1970er Jahren einem ständigen Wandel unterworfen. Zunächst stießen Lebensentwürfe, die quer (bzw.„queer“) zu heteronormativen Formen angesiedelt waren, überwiegend auf Skepsis und Ablehnung. Mittlerweile lässt sich zwar einerseits eine Entwicklung hin zu einem toleranteren Miteinander feststellen,   aktuelle Studien weisen jedoch darauf hin, dass immer noch rund 30 % der Bevölkerung Menschen, die lesbisch, schwul oder bisexuell leben, ablehnen.  So wehren sich konservative Kreise beispielsweise massiv dagegen, die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Bildungsplan für Schulen zu verankern.

Der CSD 2014 in Bielefeld setzt sich mit der Geschichte lesbischer, schwuler und queerer Emanzipation auseinander, kämpft für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und wehrt sich gegen Homo-und Transphobie.

In der langen schwulen Filmnacht zeigen das Autonome Schwulenreferat der Uni Bielefeld und die AIDS-Hilfe Bielefeld im Filmhaus 3 Dokumentarfilme über die Aktivitäten und das politische Selbstverständnis der Bielefelder Schwulenbewegung in den 1970-er und 1980-er Jahren.

  • Schauplatz Gerichtstraße – Schwulengruppe Bielefeld“ (WDR 1978)
  • Der Fall (der) Beethovenhalle“ (1991)
  • Detlef – 60 Jahre schwul“ Dokumentarfilm über den Bielefelder Detlef Stoffel von Stefan Westerwelle und Jan Rothstein (D 2012)

Veranstalter_innen: AIDS-Hilfe Bielefeld e.V., Autonomes Schwulenreferat der Universität Bielefeld (SchwuR)

Mittwoch, 16. Juli, 20 Uhr, Filmhaus, Bielefeld